Begriffe und Phasen der Wechseljahre

Es ist schon manchmal verwirrend mit diesen ganzen Begriffen und Fremdwörtern rund um die Wechseljahre. Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel bringen.

Wenn von Wechseljahren gesprochen wird, ist der gesamte Zeitraum der wechselhaften Hormonsituation im weiblichen Körper gemeint, d.h. in den meisten Fällen vom ca. 40. Lebensjahr bis zum ca. 65 Lebensjahr. Die Dauer der Wechseljahresbeschwerden ist von Frau zu Frau ganz unterschiedlich und kann zwischen einigen Monaten bis zu mehreren Jahren liegen. Über die Intensität der Beschwerden sagt der Begriff „Wechseljahre“ nichts aus.

Der Begriff „Klimakterium“ kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „Stufenleiter/kritischer Zeitpunkt des Lebens“. Der Begriff „Wechseljahre“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung von Klimakterium.

Die Wechseljahre – oder das Klimakterium – sind in unterschiedliche Phasen aufgeteilt, welche durch das Untergewicht der Hormone gekennzeichnet sind:

Die Prä-Menopause, also die Zeit vor der letzten Regel, beginnt ca. ab dem 40. Lebensjahr. Sie ist primär durch einen sinkenden Spiegel des Hormons Progesteron charakterisiert. Dies macht sich zumeist durch einen kürzeren Zyklus (21-26 Tage), eine verstärkte Blutung, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen etc. bemerkbar. All das, was Sie vielleicht schon von den prämenstruellen Beschwerden kennen, verstärkt sich.

Kurz danach beginnt auch der Östrogenspiegel zu sinken. Für Sie als Frau macht sich das mit den meist bekannten Symptomen wie Hitzewallungen, Reizbarkeit/depressiver Verstimmung, Schlafstörungen, Trockenheit der Haut und Schleimhäute etc. bemerkbar.

Die Ursache von evtl. Beschwerden ist das wechselhafte Absinken bzw. die z.T. schwankenden Werte der beiden Hormone: in einem Moment fühlt Frau sich super, im nächsten Moment (z.T. stündlicher Wechsel!) setzen Beschwerden ein.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass ein evtl. im Blut gemessener Hormonspiegel nicht zwangsläufig mit den Beschwerden zusammenpassen muss. Es gibt Frauen mit starken Beschwerden, doch die Hormonwerte sind unauffällig. Dann gibt es Frauen die keinerlei Symptome haben, hier zeigt das Blutbild jedoch, dass sie mitten in den Wechseljahren sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie einen Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/Heilpraktikerin an Ihrer Seite haben, der/die sich auf Ihre Beschwerden konzentriert, diese ernst nimmt und behandelt.

Mit der Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Regelblutung gemeint. I.d.R. geht der Menopause eine Zeitspanne voraus, in der die Frauen merken, dass die Regel seltener, unregelmäßig kommt bzw. der Zyklus verlängert sich (>28 Tage). Hier sollte Frau sehr aufmerksam sein, denn bei 1/5 der Frauen setzt die Regel nach 3 Monaten nochmal ein. Ein Abschluss des Kapitels Verhütung sollte also erst nach einem Jahr ohne Blutung erfolgen!

Mit der Post-Menopause ist die Phase nach der letzten Regel, also nach der Menopause gemeint. Die Hormone sich einige Jahre nach der wechselhaften Zeit auf einem niedrigem Niveau eingependelt.

Mit der Zeit stellt sich der Organismus auf die niedrigen Hormonwerte ein und typische Symptome wie Hitzewallungen lassen nach.

Die Wechseljahre sind überstanden.

Stefanie Möller-Peske

Stefanie Möller-Peske

Frau Möller-Peske ist Heilpraktikerin in Hamburg-Eimsbüttel und hat unter anderem den Schwerpunkt Wechseljahre.
www.moeller-peske.de/

5 Kommentare zu: »Begriffe und Phasen der Wechseljahre«

  1. Meine Memo pause ist ungefähr seid 8 monaten vorbei .habe aber immer noch starke Hitze wellen .ich bin auch sehr depressiv und habe starke panik attacken noch dabei bin schon in behandlung .aber trotzdem möchte ich wissen was ich machen kann ,das es mir besser geht .

    1. Liebe Sahinanke,

      vielen Dank für Ihren Beitrag.

      Um eine umfassendere Antwort zu geben, würden wir detailliertere Angaben und Untersuchungsbefunde benötigen.

      Neben einer medikamentösen Therapie wäre es – bezogen auf die Hitzewallungen – gut, bei der Ernährung darauf zu achten, keine
      wärmenden Gewürze zu essen, also z.B. Pfeffer, Chili, Ingwer zu meiden. Auch Koffein und Alkohol feuern den Wärmehaushalt an.
      Waschungen mit dünnem Salbeitee oder kalte Unterarmbäder können hingegen Abkühlung bringen.

      Bezogen auf die depressiven Verstimmungen und Panikattacken gibt es keine allgemeingültige Empfehlung. Da ist es ratsam, wie Sie es ja auch tun, sich in die Hände von kompetenten und erfahrenen Therapeuten zu begeben.

      Wir wünschen Ihnen, dass Ihre Symptome bald besser werden!

      Stefanie Möller-Peske
      Wechselweiber-Team

  2. Ich bin 76 Jahre alt und habe immer noch unter Hitzewallungen zu leiden. Ich bin sonst gesund, trinke keinen Alkohol und Kaffee, treibe Sport.
    Was kann ich gegen das Schwitzen tun?

  3. Also ich bin 40 jahre bin in den wechseljahren aber ich behme soweit nichts ausser schusseler mehr nicht ja ich habe auch kopfweh und den ganzen anderen mist

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