Die Haut mit 40 plus: trockene Fakten in wechselnden Zeiten

Neulich habe ich mit meiner besten Freundin darüber gesprochen, woran wir gemerkt haben, dass wir älter werden. Einerseits stecken wir eine durchgemachte Nacht nicht mehr so einfach weg und brauchen Tage um den verpassten Schlaf nachzuholen. Andererseits stellten wir fest, seit die „4“ beim Alter vorne steht, haben meine Creme und Bodylotion andere Namen bzw. Inhaltsstoffe. Früher war die Creme gegen „fettige, trockene oder Mischhaut“ jetzt steht da „für die reife oder anspruchsvolle Haut“.

Ein ganzer Industriezweig hat sich auf die Frau ab 40 eingestellt und spezialisiert.

Ab dem 40. Lebensjahr stellen wir fest, dass unsere Haut deutlich an Elastizität und Spannkraft verloren hat, das ein oder andere Fältchen ist zur Falte geworden und deutlich sichtbar. Aber nicht nur die für uns sichtbare Haut verliert an Feuchtigkeit, sondern auch unsere Schleimhäute, die für uns nicht überall zu sehen sind. Hierbei meine ich die Schleimhäute der Nase, des Mundes, der Augen, der Blase und ja, auch die Schleimhaut im Intimbereich.

Erste Anzeichen, die wir bemerken, sind dann z.B. ein Augenbrennen nach einem langen Arbeitstag vor dem PC, das Innere der Nase reagiert schneller auf einen klimatisierten Raum bzw. wir stellen erst durch die trockene Nase fest, dass der Raum eine Klimaanlage hat. Es kann aber auch sein, dass beim oder nach dem Geschlechtsverkehr der Intimbereich schmerzt.

Hintergrund dieser für uns neuen Phänomene ist die hormonelle Umstellung:

Wenn von Östrogen gesprochen oder geschrieben wird, könnte man meinen, dass es ein einzelnes Hormon sei. Sind die Östrogen eine Hormongruppe bestehend  aus mehreren Unterhormonen. Das am stärksten wirksame Hormon dieser Gruppe ist das Östradiol (dies ist häufig gemeint, wenn allgemein von Östrogen die Rede ist). Ein weiteres Hormon – ein sehr viel schwächeres – ist das Östriol, das für Haut und Schleimhäute zuständig ist: Bei manchen Frauen sinken die Hormonwerte bereits um das 40. Lebensjahr deutlich ab, und dieses Absinken macht sich mit den oben beschriebenen Trockenheitssymptomen bemerkbar.

Gerade im Intimbereich werden die Beschwerden jedoch ganz unterschiedlich von den Frauen empfunden und beschrieben. Sprechen einige Frauen von Scheidentrockenheit, beschreiben andere eher eine erhöhte Empfindlichkeit oder einen hartnäckigen Juckreiz.

Was kann Frau tun gegen das Auftreten dieser Symptome? Meine Empfehlung lautet: cremen, cremen, cremen. Wie auch unsere sichtbare Haut ab einem gewissen Alter mehr Aufmerksamkeit fordert bei der täglichen Pflege, sollten wir auch unserem Intimbereich vermehrte Zuwendung zuteilwerden lassen. Es gibt in den Apotheken gute Vaginal- oder Intimpflegecremes z. B. mit Hamamelis , mit denen Sie den äußeren Intimbereich gut pflegen können. Im Inneren kann mit Vaginalzäpfchen (sollte kein Applikator für die Salbe bei der Creme dabei sein) gearbeitet werden. Lassen Sie sich beraten oder besprechen Sie sich mit Ihrer Freundin, ob sie schon gute Erfahrungen gesammelt hat. Vielleicht haben Sie ja Lust, mir Ihre Erfahrungen mitzuteilen? Ich freue mich auf Ihre Berichte.

Ihre Stefanie Möller-Peske

Stefanie Möller-Peske

Stefanie Möller-Peske

Frau Möller-Peske ist Heilpraktikerin in Hamburg-Eimsbüttel und hat unter anderem den Schwerpunkt Wechseljahre.

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