Auf den Hund gekommen

Wie wir gestern beim Mädelsabend von den Wechseljahren auf das Thema Männer und Hunde gekommen sind, weiß ich nicht mehr genau. Ich glaube die Kette ging ungefähr so: aus dem gebärfähigen Alter sind wir wohl raus, muss jetzt ein Hund her? Nina hat das so gemacht – natürlich nicht bewusst.

schwarzer labrador

Hund anstelle von arbeiten. Hätte fast zur Scheidung geführt. Ihr Mann fühlt sich voll zurückgesetzt. Kuschelt Nina jetzt  nur noch mit dem Hund?

Jedenfalls fiel mir beim Thema Männer und Hunde die Geschichte meiner Freundin Britta ein. Britta ist stolze Hundemama von einer knuddeligen Labradorhündin. Mittlerweile seit fast acht Jahren – und glücklich verheiratet. Aber was hing der Haussegen schief, als Britta mit dem Hundewunsch herausrückte. Sie wollte es mit aller Macht. So sehr habe ich sie noch nie für etwas kämpfen sehen. Ich war überrascht, ihr Mann entsetzt. Nach langem Hin und her wartete er mit einem Hundevertrag auf.

Überschrift:
Die Goldenen Hunde-Regeln.
Jedes Familienmitglied musste im Vorfeld unterschreiben.
1.    Ich (Vater) habe mit dem Hund nichts zu tun!
2.    Der Hund kommt niemals mit in den Urlaub.
3.    Ich gehe niemals mit dem Hund Gassi.
4.    Der Hund geht niemals auf das Sofa.
5.    Der Hund hält sich ausschließlich im Erdgeschoss auf. (kein Keller, keine Betten).
6.    Der Hund wird richtig erzogen, muss also in die Hundeschule.
7.    Der Hund darf nicht am Tisch betteln.
8.    Folglich: Der Hund wird nicht am Tisch gefüttert.
9.    Der Hund wird regelmäßig entwurmt und von anderem Ungeziefer befreit.
10.    Mit den Kosten für den Hund habe ich nichts zu tun.
11.    Der Hund darf nur sauber und geputzt ins Haus.
12.    Beim Springen ins Auto wird eine Decke ausgebreitet, um Kratzer am Wagen zu vermeiden.
13.    Der Hund fährt ausschließlich im Kofferraum mit.
14.    Der Hund ist ein Hund, kein Familienmitglied.

Und dann war die kleine schwarze Knuffel-Queen im Haus. Und wer jetzt die Pointe erwartet – wie Ihr euch vorstellen könnt, hat sich niemand an den Vertrag gehalten – der liegt voll daneben. Alle Punkte sind die vergangenen Jahre eingehalten worden. Also – vielleicht bis auf Punkt 1 und 14. Als mir diese Geschichte wieder einfiel, habe ich die Beteiligten mal unauffällig und getrennt voneinander befragt:

Er: (in ihrer Abwesenheit) Was ich unterschätzt habe ist, wie viel Glück dieser Vierbeiner der Familie gebracht hat. Schön, dass Britta sich ihren Lebenstraum erfüllt und mich eines besseren belehrt hat.

Der Hund: (in Anwesenheit aller) Ist mir egal, wer mich füttert. Hauptsache es geht zügig.

Sie: (in seiner Abwesenheit) Habe ihn neulich mit einer Möhre im Mund ertappt. Der Hund durfte auf Kommando hoch springen und ein Stück der Möhre abbeißen.

Er: (vor allen) Seit der Hund im Haus ist, machen alle Einbrecher einen großen Bogen um uns.

Sie: (in seiner Abwesenheit) Nicht lange her, da hörte ich ihn vor lauter Familienfrust rufen: Hier scheint mich wirklich nur der Hund zu verstehen.

Ist das die Geschichte einer ganz fetten Mann-Hunde-Solidarität???

Fröhlich grüßt
Eure Lisa

2 Kommentare zu: »Auf den Hund gekommen«

  1. Liebe Lisa,
    wir haben auch einen Hund, weil ICH einen wollte. Kann ich alles unterschreiben, was du da erzählst! Hinzufügen kann ich folgendes: Ist der Hund krank, oder wurde der „Auslauf“ mal nicht rechtzeitig vollzogen, bin ich schuld, weil ICH ja den Hund haben wollte. Tatsächlich sollte man wissen, dass der Hund ein Mitbewohner ist, für den einer allein verantwortlich ist – für die Erziehung und sonstige Missgeschicke!

  2. Hm… tja, das geht aber auch mit Katzen!
    Nur, was geschieht, wenn die Katze zuerst da ist und dann kommt ein Mann, der eigentlich mit diesen Vierbeinern nichts am Hut hat, wie bei mir.
    Da hieß es nämlich irgendwann …..
    entweder die Katze oder ich.
    Nun, die Antwort darauf:
    Die Katze bleibt.
    Dies schreibt nun eine „wieder“ Singlefrau.
    Haarige und schnurrende Grüße von der „Wohngemeinschaft“

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