Woran erkenne ich, dass ich in den Wechseljahren bin?

Spontan würde ich antworten: „Schwierig zu sagen“. Denn die Wechseljahre werden von Frau zu Frau völlig unterschiedlich wahrgenommen. Sowohl der Beginn wie auch die Dauer und das Auftreten von Beschwerden ist individuell verschieden.

Gerade am Empfinden von Wechseljahresbeschwerden kann abgelesen werden, dass es in den Wechseljahren kein Schema F gibt. Denn

  • 1/3 der Frauen in den Wechseljahren hat keinerlei Beschwerden
  • 1/3 der Frauen hat leichte, tolerierbare Beschwerden
  • 1/3 der Frauen klagt über starke, sehr unangenehme Begleiterscheinungen

Welche Beschwerden können auftreten?

Die Wechseljahre beginnen meist rund um das 40. Lebensjahr und zunächst sinkt der Progesteronspiegel im Körper der Frau ab. Das Östrogen bleibt in dieser Zeit noch auf einem Vor-Wechseljahresniveau. Es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Hormonen und ab jetzt können erste Beschwerden auftreten. Meist merken die Frauen es daran, dass die Regelblutung nicht mehr so pünktlich kommt, auch die Blutungsintensität kann sich verändern.

Weitere Beschwerden können z. B. ein Brustspannen vor der Blutung oder aber unangenehme Wassereinlagerungen sein.

Mit zunehmender Dauer, so ca. ab Mitte des 40. Lebensjahres, beginnt auch die Hormonproduktion des Östrogens nachzulassen. Nun treten bei vielen Frauen die klassischen Wechseljahressymptome auf. Diese können sein:

  • Hitzewallung mit Schweißausbrüchen
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Gelenkschmerzen
  • Trockene Schleimhäute, besonders im Vaginalbereich

Wichtig dabei zu wissen ist, dass die Beschwerden nicht konstant auftreten müssen. Es kann immer mal wieder beschwerdefreie Phasen geben – die Hormonumstellung läuft eben wirklich wechselhaft. Das macht manchen Frauen besonders zu schaffen.

Was kann Frau tun bei Wechseljahresbeschwerden?

In aller erste Linie würde ich erstmal sagen: Den Wandel akzeptieren und keine Energie darauf verschwenden dagegen anzukämpfen.

Die Beschwerden können durch eine Ernährung, die reich an Einfachzuckern und Weißmehlprodukten ist, verstärkt werden. Der Genuss von Alkohol, Nikotin und Kaffee wirkt sich i. d. R. ebenfalls negativ aus. Die Hitzewallungen und Schweißausbrüche anfachen kann auch der Genuss von Chili, Pfeffer und Co. Eine Umstellung oder Anpassung der gewohnten Ernährung auf gesunde, vitamin- und mineralstoffreiche Kost macht bei vielen Frauen schon einen deutlichen Unterschied.

Das gilt auch für regelmäßigen Ausdauersport. Das meint Sport, bei dem Sie ins Schwitzen kommen. Erfahrungen zeigen, dass Frauen dadurch weniger unter Hitzewallungen leiden. Auch die Gelenk- und Muskelschmerzen werden i. d. R. erträglicher. Als Soforthilfe bei Hitzewallungen haben sich kalte Unterarmbäder bewährt oder Sie lassen einige Minuten kaltes Wasser über die Pulsregion laufen.

Das Pflanzenreich hat zur Unterstützung und Milderung der Symptome auch viel zu bieten:

Wassereinlagerungen, Brustspannen und nervöse Reizbarkeit als Symptome der Phase des Progesteron-Abfalls können rein pflanzlich gut begleitet werden mit Präparaten aus Mönchspfeffer. Auch die Yams-Wurzel, z. B. als Creme, kann hier gute Dienste leisten.

Um Leiden durch Hitzewallungen zu lindern, hat sich die Traubensilberkerze als rein pflanzliche Unterstützung bewährt. Kommen zusätzlich zu den Hitzewallungen Stimmungsschwankungen und Nervosität hinzu, hat sich die Traubensilberkerze in Kombination mit hochdosiertem Johanniskraut als sehr hilfreich erwiesen.

Bei Schlafstörungen haben sich besonders Kombinationspräparate aus Baldrian, Hopfen und Melisse als wirksam und effektiv bestätigt. Der große Vorteil gegenüber synthetischen Schlafmitteln besteht darin, dass pflanzliche Präparate nicht zur Abhängigkeit führen, meist besser verträglich und risikoarm sind.

Hier können Sie testen, ob Sie bereits in den Wechseljahren sind:

Wechseljahre | Selbsttest – Bin ich schon drin? (remifemin.de)

Ich bin gespannt darauf zu erfahren, wie es Ihnen in den Wechseljahren geht.

Schreiben Sie mir gern.

Ihre Stefanie Möller-Peske

Heilpraktikerin in Hamburg-Eppendorf

Stefanie Möller-Peske

Stefanie Möller-Peske

Frau Möller-Peske ist Heilpraktikerin in Hamburg-Eimsbüttel und hat unter anderem den Schwerpunkt Wechseljahre.
moeller-peske.com

4 Kommentare zu: »Woran erkenne ich, dass ich in den Wechseljahren bin?«

  1. Mein Körpet fährt mit mit Achterbahn. Jeden Tag nach dem Aufstehen verspannt mein Körper im Bereich Bauch und/oder Rücken. Es tritt wellenförmig auf und an manchen Tagen ist auch mal alles ok. Ich weiß nicht mehr weiter.Ich hab irgendwie jeden Tag was anderes. Grausam. Von Muskel und Gelenkbeschwerden rede ich erst gar nicht Ich habe trotz Endometrieablation Blutungen. Bin gar kein Mensch mehr.Ich bin 57 Jahre alt. Wem geht es ähnlich?

  2. Hallo!

    Seit einigen Monaten schwitzte ich nachts sehr stark.
    An manchen Nächten muss ich mich 2-3x umziehen. Das meine Schlafqualität, die vorher schon nicht gut war, sehr darunter leidet ist ja klar.

    Jetzt habe bemerke ich, dass das Brustspannen vor der Periode ( hatte immer schon gehabt) auch danach anhält. Auch die Brustwarzen schmerzen stark und sind äußerst berührungsempfindlich.

    Ich hatte immer schon PMS, die ganz starke Reizbarkeit scheint aber besser zu werden.

    Meine Periode bleibt bisher weiterhin sehr regelmäßig .
    Was hilft?

    Vielen Dank!

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