Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

“Ich mag mich irren” kennen sie diesen Satz?

Ich habe ihn letzte Woche von einem jungen Mann gehört, der psychisch erkrankt ist und ein Buch darüber geschrieben hat.

Wie kam es dazu?

Mein Psychologiekurs und ich hatten ihn und einen Therapeuten über den Verein “Irre menschlich” in den Unterricht eingeladen. Dort haben wir zum Thema psychische Erkrankungen und der richtige Umgang mit der Krankheit diskutiert.

Was hat das denn nun mit den Wechseljahren zu tun?

Auf die Frage, ob man immer erkrankt bleibt, antwortete der Therapeut:

Die Krankheit kommt in Schüben. Beim ersten Schub weiss man noch nicht, was gerade mit einem passiert, beim zweiten kommt dann die Angst, das kommt jetzt immer wieder, das geht nie wieder weg.

Ab dem dritten Schub hat man eine Strategie entwickelt, um mit der Situation umgehen zu können.

Diese Antwort hat mir so geholfen, mit meinen Wechseljahresbeschwerden besser umzugehen. Denn bei ich habe mit depressive Beschwerden zu kämpfen. Gerade durch die Schwankungen in den Wechseljahren sind diese auch unterschiedlich stark ausgeprägt und können auch Schubweise auftreten.

Als ich meine erste depressive Episode hatte, wusste ich nicht, was überhaupt mit mir passiert. Hilflosigkeit Unsicherheit waren die Folge. Das es sich um die Wechseljahre handelt, war mir noch nicht klar.

Erst als ich beim Frauenarzt die Diagnose bekam habe ich gemerkt das die Stimmungsschwankungen auch Wechseljahresbeschwerden sind.

Diese depressiven Episonden haben mir zu schaffen gemacht, bis ich dieses Seminar hatte und gemerkt habe das ich das auf meine Beschwerden übertragen kann.

Seitdem gehe ich lockerer mit der Situation um und habe keine Angst mehr davor.

Haben Sie auch schon Erfahrungen mit depressiven Verstimmungen?

Ich freue mich, wenn Sie den Mut haben, mir von Ihren depressiven Schüben zu berichten.

Ihre Antonia

8 Kommentare zu: »Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren«

  1. Hallo Antonia,
    ich kenne das auch. Dieses wechselhafte, keine Belastbarkeit und gereizte.
    Habe aber eine gute Strategie gefunden, dagegen anzukämpfen.
    Da mein Sohn depressiv ist, kenne ich mich
    in der Materie aus und wende die Skills, Achtsamkeit usw. an.
    Lg Jana

  2. Also ich bin eigentlichen sehr positiver Mensch und habe mich auf die Hitzewallungen eingestellt,dennoch finde ich sie sehr störend.Und da soll mir mal einer erzählen bleib cool ,take it easy.Stimmungsschwankungen,Anspannung ,Angst ,Schlaflosigkeit das kommt ja noch alles dazu.Positiv denken hilft und Ruhezeiten sind wichtig.Ich kämpfe und Werders auch schaffen.

  3. Hallo Antonia,
    wenn ich das hier so lese, schätze ich das ich letzten Monat einen ersten „depressiven Schub“ hatte… Erschreckend! Immerhin habe ich jetzt die Hoffnung, dass das mit den Wechseljahren (und nicht nur mit Probleme im Job) zusammenhing. Heute geht es auch schon besser, aber es ist tatsächlich die Angst geblieben wie es mir wohl in der nächsten Stresssituation gehen wird, denn die Reaktion darauf war wie eine Panik und das soll bitte eine Ausnahme bleiben! Hat jemand Tipps wie man damit besser umgehen kann? Konnte mich nicht mal mit autogenes Training in den Schlaf beruhigen und hätte am liebsten alles hingeschmissen…

  4. Hallo Mädels,

    Ich habe zur Zeit auch mit diesen depressiven Episoden zu kämpfen und ich komme mir zeitweise echt wie ein Zombie vor, so schleiche ich durch die Gegend… Zu nicht’s mehr Lust, keinen Antrieb oder Motivation…

    Als ich vor 5 Jahren in die Wechseljahre kam, dachte ich eigentlich, dass diese Blutungsunregelmäßigkeiten und die damit verbundene Unlust und teilweise sogar Kreislauf Probleme das Schlimmste waren… Im Nachhinein sehe ich es anders… Nein, diese depressiven Episoden sind um einiges heftiger, eben weil ich sie nicht kontrollieren kann…. Ich bin dabei sehr oft müde und möchte dann einfach nur meine Ruhe… Habe ich dann Ruhe ist es auch nicht okay, der Kopf grübelt weiter, wie ein Uhrwerk… Oft abends sehr intensiv und zieht sich bis in die Nacht hinein, vor 4 Uhr morgens falle ich nicht in den Schlaf und fühle mich so am nächsten Tag wie gerädert, kein Wunder …

    Auf die Idee Tabletten zu nehmen bin ich noch nicht gekommen, im Gegenteil, ich lehne sie ab… Hat damit zu tun, dass ich vor 10 Jahren vom Arzt mal falsch behandelt wurde und unter den Folgen über ein Jahr sehr leiden musste… So harre ich nun der Dinge die da kommen und versuche mir, wann immer ich sie brauche, Ruhe zu gönnen und tue dann etwas für mich,wie z. B.schwimmen oder Geschichten schreiben… Das nimmt mir auch etwas die Angst und Panik, die mich immer wieder begleitet… Aber auch die Freude auf Besserung nach dem Wechsel läßt mich diese Zeit besser ertragen…. Ich gebe dem Körper einfach die Zeit die er braucht dafür…. Mehr kann ich im Moment nicht tun….Sollten sich die Beschwerden jedoch weiter verschlimmern, werde ich wohl eine Therapie beginnen….

    Euch Mädels da draußen ganz viel Kraft, Mut, Hoffnung und Zuversicht! Millionen Frauen haben das vor uns geschafft und wir schaffen das auch! Und,holt euch bitte Hilfe wenn es gar nicht mehr geht, denn man muß nicht leiden!

  5. Hallo Antonia. Ich bin 52 und Kämpfe zur Zeit mit massiven stimmungsschwankungen. Ich persönlich kann damit überhaupt nicht umgehen. Fühle mich allein und muss andauernd weinen. Ist doch nicht normal,hatte das noch nie,erst seit einer Woche ist es so schlimm. Was kann ich tun.

    1. Hallo Christina,

      mir geht es genauso, dabei habe ich meine Mens seit fast 4 Jahren nicht mehr. Bin jetzt 54 J.
      Müßte doch eigentlich alles so langsam rum sein. Das mit dem Weinen und den extremen Stimmungsschwankunge, kenne ich erst seit ein paar Wochen. Hatte ich bisher noch nicht. Auch die Grüblereien und die Angstattacken können einen zur Verzweiflung bringen. Zeitweise fühlt man sich richtig isoliert. Gegen die Hitzewallungen nehme ich schon seit 2 Jahren Nachtkerzenöl, das hilft prima, aber die anderen Beschwerden werden nicht weniger, im Gegenteil. Wie hilfst du dir?

  6. Hallo, ich bin 46 und ich leide unter starken Stimmungsschwankungen seid Ende letzten Jahres. Einmal ist mir alles egal fühl.mich müde und kaputt, dann wieder könnte ich nur weinen und fühl mich einsam und alleine. Meine Regel ist nur noch kurz dafür ständig Zwischenblutungen, Blasenentzündungen und Pilze . Es ist echt zum verzweifeln. LG

  7. Hallo Zusammen.
    Seit 5 Jahren bin ich im Klimkterium. 4 davon mache ich eine Hormontherapie. Gegen die Depression komme ich aber selbst damit nicht an. Laut meinem Gyn sind alle Werte nun „unten“, fertig „gewechselt“ sozusagen. Das Stabilisieren ist wohl für mich sehr belastend. Ich bin aktive Sportlerin und das ist das Einzige, was lindernd wirkt. Kann ich nur empfehlen. Auspowern bis zum Ende der Kraft. Hilft wirklich. Merke ich daran, dass ich, wenn es zu stark regnet nicht sporteln kann und es mir dann noch schlechter geht. Habe mich innerlich ( bin 51) auf weitere 10 anstrengende Jahre eingestellt. Manchmal hilft es, all‘ die menopausalen Erscheinungen zu betrachten wie ein Wissenschaftler; es macht die Sache interessant-und Frau begreift ihren Körper als komplexes Wunderwerk. Was er auch ist! Kopf hoch, Ladies!!! 🙂

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