Glücklich sein, das ist hier die Frage?

Vor einiger Zeit habe ich in einer dieser Late Night Talks einen interessanten Ausspruch eines  Gastes gehört: Glücklich sein wird überbewertet! Der Konsens war: Die Welt sagt ständig muss man glücklich sein, wenn man dies oder jenes nicht tut ist man nicht glücklich.

Und ich finde, der Gast hat Recht. Glücklich sein ist überbewertet! Allein schon der Druck, den wir damit bei uns aufbauen: Ich MUSS glücklich sein. Wenn ich nicht glücklich bin, was ist dann? Wir müssen glücklich sein. Gehöre ich vielleicht nicht dazu, wenn ich nicht immer glücklich bin? Aber ich finde es ist doch nur gesund, gestresst, genervt, traurig und auch mal sauer zu sein. Das ist doch auch nichts Schlimmes. Denn wenn diese Gefühle zu unserem Leben gehören, können wir auch Glück erst schätzen lernen.
Lucky Four leaf Clover
Gerade der Jahresanfang ist ein gutes Beispiel dafür, denn jetzt kommt wieder der Nach-Weihnachtsstress. Egal welches  Medium man einschaltet, man muss auf jeden Fall Diäten und Sport machen, um glücklich zu sein. Es gibt auch wieder die neueste Diät, die auf jeden Fall funktioniert. Ehrlich jetzt? Das ist doch ein Ausschlusskriterium an sich. Denn erst mal stellen wir entsetzt fest, oh ich habe zugenommen. Dann fangen wir irgendeine Diät an und stressen uns bis der Schokoriegel so nett lächelnd überall zu sein scheint. Und wir fangen wieder an zu essen und uns schlecht zu fühlen, weil wir versagt haben.

Ich glaube einfach wir sollten erst einmal auf uns hören, in uns gehen und unser eigenes Ich finden. Denn wenn man sich selber festigt, kann man leichter Dinge angehen, die manchmal unmöglich erscheinen. Genauso wie Dinge, die man sich zum Jahresanfang vornimmt:
Nicht mehr rauchen, abnehmen, gesunde Lebensweise, mehr Zeit für Freunde…

Denn wenn man mehr zu sich findet stellt man auch fest dass man alles jederzeit schaffen kann und dass dieser äußere Druck nur relativ ist. Gerade das ist doch das, was älter werden ausmacht, man wird gelassener, erfahrener und freut sich über die glücklichen Momente und kann mit den traurigen Momente besser umgehen.

Ich muss sagen, das mag ich sehr. Denn ich kann jetzt sagen, ich habe schon so viel geschafft und so viele schöne Momente erlebt, da kann ich auch noch ein paar schlechte mitnehmen. Denn all diese Momente machen mich zu dem Menschen, der ich jetzt bin. Und so mag ich mich.

Ihre Carrie

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