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Erkenne, was dir gut tut

Erkenne was dir gut tut… Diese Überschrift brachte mich letztens zum Nachdenken.

Was tut mir gut? Laut Werbung tut mir etwas gut „Weil ich es mir wert bin“. Oder „Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“

Wir werden quasi nur noch mit Werbung und vielen schnellen Eindrücken umgeben, die uns sagen, was uns gut tun soll. Noch besser: dass wir glücklich werden sollen und am besten immer sein müssen. Das finde ich schon fast anstrengend, besonders weil ja alle Welt denken muss,  ich wäre glücklich – sonst gehör ich vielleicht nicht mal mehr dazu?

Aber eigentlich tun mir ganz andere Dinge gut: Der gemeinsame Abend mit meiner besten Freundin zum Beispiel. Wir sitzen zusammen und reden über Gott und die Welt und trinken Cocktails. Dabei versuchen wir immer etwas Neues auszuprobieren, enden aber immer in der gleichen Kneipe mit den gleichen Cocktails – eine Magharita und einem White Russian. Dann reden wir 4–6 Stunden und wenn es ein Cocktail zu viel geworden ist, liegen wir uns nachher in den Armen und sagen uns, wie lieb wir uns haben 😉 Das tut mir gut.

Oder wenn ich mich abends auf den Balkon setze, die Sonne noch scheint, aber schon ein laues Lüftchen weht und ich mir ein gutes Buch schnappe. Die Stille um mich herum genieße und viel zu lange lese. Das tut mir gut.

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Vielleicht mache ich auch etwas ganz Verrücktes und bin total spontan. Da ist dann alles drin,  Städtetour, Konzertbesuch, etc. Auf jeden Fall endet es mit einem guten Essen und einem zufriedenen Lächeln.

Wenn ich mir so überlege, was mir gut tut, entdecke ich dort keine der Dinge, die die Werbung mir verspricht. Vielleicht ist das auch die Lebenserfahrung – als junger Hüpfer hätte ich immer darauf geschworen, dass die richtigen Schuhe, eine tolle neue CD oder ähnliches mir gut tun würden.

Sie sind sicher schön und toll zu haben, aber gut tun Sie mir eigentlich nicht. Ich glaube wichtiger ist es, sich schöne Momente einzufangen und zu genießen. Und dann den nächsten auf sich zukommen zu lassen.

Ihre Carrie

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