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Prämenstruelles Syndrom (PMS) und Histaminunverträglichkeit

Junge Frau mit PMS sitzt mit Wärmflasche auf dem Sofa.

Für eine Vielzahl von Frauen werden die Tage vor den Tagen zur Tortur. Die Symptome von PMS sind vielfältig und verursachen sowohl körperliche, als auch psychische Beschwerden:

Typische körperliche Symptome bei PMS

  • starke Unterleibsschmerzen
  • Brustschmerzen /-spannen
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Wassereinlagerungen

Typische psychische Symptome bei PMS

  • Reizbarkeit
  • depressive Verstimmungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Antriebslosigkeit
  • verminderte Libido

 

Es gibt eine Reihe von Vermutungen, wieso es zu PMS kommen kann, eine eindeutige und klare Aussage aber ist der Forschung bis heute nicht gelungen. Was sich aber zeigt ist, dass PMS nicht nur auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist, sondern durch verschiedene Faktoren hervorgerufen wird.
Eine besondere Rolle spielen dabei Hormone sowie Neurotransmitter. Ein wichtiger Neurotransmitter des Zentralen Nervensystems ist Histamin. Gleichzeitig fungiert es als Gewebshormon und ist wichtigster Mediator bei allergischen Reaktionen.

Was haben Sexualhormone und Histamin mit PMS zu tun?

Vor und während der Periode schüttet der Körper Histamin aus, um die Kontraktion der Gebärmutter zu unterstützen. Dieser erhöhte Histaminspiegel kann, insbesondere bei Frauen die an einer Histaminintoleranz leiden oder in dieser Zeit zusätzlich vermehrt histaminreiche Lebensmittel essen, zu einer Überlastung des Körpers kommen.

Grundsätzlich kommt es zudem in der zweiten Zyklushälfte zu einem Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron. Die fehlende Hormonbalance kann neben der oben beschriebenen Symptome solche einer Histaminunverträglichkeit nach sich ziehen. Dem Östrogen kommt dabei eine doppelte Bedeutung zu, wenn es um den Histaminspiegel während PMS geht. Denn Östrogen sorgt nicht nur dafür, das Histamin aus den Mastzellen ausgeschüttet wird, sondern schwächt gleichzeitig noch das Enzym DAO (Diaminoxidase), welches das Schlüsselenzym für den Abbau von Histamin im Körper ist. Ist die Aktivität dieses Enzyms eingeschränkt, kommt es zu einer Histaminintoleranz.

Fataler Weise hat Histamin zudem die Fähigkeit, die Produktion von Östrogen in den Eierstöcken anzuregen. Östrogen wiederum fördert die Ausschüttung von Histamin und Histamin seinerseits steigert die Östrogenproduktion. Ein unguter Kreislauf.

Mögliche PMS-Symptome bei einer Histaminunverträglichkeit

  • Zeitweise Unverträglichkeit auf bestimmte Lebensmittel
  • Bauchgrummeln, Verdauungsprobleme
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Migräne
  • Das Gefühl „benebelt zu sein“, ohne z.B. Alkohol getrunken zu haben
  • Hautprobleme (Rötungen, Juckreiz)

PMS, Histaminunverträglichkeit oder beides?

Viele Symptome von PMS ähneln den Symptomen einer Histaminintoleranz. Darunter Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Angstzustände und einige mehr. Gerade weil sich die Symptome überschneiden können, können solche einer Histaminintoleranz dann ähnliche Symptome von PMS verstärken. Es ist also schwer rauszufinden, welches Symptom welche Ursache hat. Dennoch ist es wichtig zu wissen, dass Histamin bei PMS eine elementare Rolle spielt. Denn um Symptome einer möglichen Histaminproblematik bei PMS zu lindern, lassen sich verschiedene Maßnahmen ergreifen.

Histaminunverträglichkeit lindern bei PMS

Wenn Hormone und Histamin in bestimmten Phasen des Zyklus – wie beim Prämenstruellen Syndrom der Fall – Symptome hervorrufen oder verschlimmern, gibt es einige Tipps, wie Frau sich selbst helfen kann. Diese Tipps bei (hormonbedingter) Histaminintoleranz sind in einem themenverwandten Beitrag ausführlich aufgeführt. Hier finden sich auch eine Reihe weiterer relevanter Informationen zum Thema weibliche Hormone und Histamin wie z.B. Östrogendominanz etc.

 

Wechselweiber-Team
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