Was tun, wenn das Haar in den Wechseljahren dünner wird?
Nicht wenige Frauen leiden als Symptom der Wechseljahre unter dünner werdendem Haar und für die meisten geht damit ein großer Leidensdruck einher. In einer Zeit, in der es für Frauen ohnehin oft schwer ist, die weitreichenden Veränderungen und den (nicht richtigen, aber vorhandenen) Gedanken „zum alten Eisen“ zu gehören zu verarbeiten und einzuordnen, ist das Haarproblem ein zusätzlich belastender Faktor.
Dass der Haarausfall hormonell bedingt und oft nicht gänzlich verhinderbar ist, heißt nicht, dass Frauen dem machtlos gegenüberstehen. Mit einigen Haarroutinen kann das Haar gut unterstützt und schonend dafür gesorgt werden, dass die Wechseljahre nicht zu einem Haardesaster werden müssen.
Spezielle Haar- Routinen in den Wechseljahren
Wer ein paar Regeln beachtet und seine Haare in schonender Art und Weise behandelt, kann entscheidend dazu beitragen, das Haar nicht unnötig zu strapazieren und so mit möglichst wenig Haarverlust durch die Wechseljahre zu kommen:
Auf besonders sanfte Haarbehandlung setzen
- Haare nur mit lauwarmem Wasser waschen, damit die Kopfhaut so wenig wie möglich gereizt wird.
- Haarewaschen auf ein Minimum reduzieren. Heißt: So selten wie möglich, so häufig wie nötig.
- Nur besonders milde und silikonfreie Shampoos benutzen.
- Beim Haarewaschen das Shampoo ganz sanft mit den Händen einmassieren.
- Spülungen und Kuren mit natürlichen Inhaltsstoffen nutzen (ggf. auch als „Leave Ins“ wählen), um dem Haar Glanz zu verleihen und es leichter kämmbar zu machen.
- Beim Entwirren von nassem Haar immer besonders vorsichtig sein, da nasses Haar am empfindlichsten ist.
- Statt herkömmliche, raue Haarbürsten zu verwenden, besser einen grobzinkigen Kamm oder eine Wet Brush (eine spezielle Haarbürste für das Bürsten von nassem Haar) mit weichen Silikonborsten wählen, da diese beim Entwirren mühelos durch das Haar gleitet, ohne dass es bricht.
- Glätteisen und Lockenstäbe trocknen das Haar aus, machen es spröde und bruchanfällig. Wenn es also sein muss, diese nur mit entsprechendem Hitzeschutz (Pflegeprodukt, das sich wie ein schützender Film um die Haare legt, bevor Hitze-Stylinggeräte zum Einsatz kommen) verwenden.
- Besser mit weichen Lockenwicklern bzw. Seidenwicklern (über Nacht getragen) stylen.
- Haare grundsätzlich nur mit lauwarmer Luft föhnen und im Idealfall erst nach dem Föhnen bürsten.
Regelmäßig natürliche Pflege gegen Haarausfall in den Wechseljahren nutzen
Auch verschiedene Hausmittel haben eine positive Wirkung bei Haarausfall und sorgen bei regelmäßiger Anwendung für ein besseres Haarwachstum und gesundes Haar:
- Arganöl ist aufgrund seiner Nährstoffe ein effektives und natürliches Mittel bei Haarausfall. Es regt nicht nur die Durchblutung an, sondern verhindert zusätzlich kahle Stellen und wirkt feuchtigkeitsspendend und antibakteriell, was Irritationen oder Jucken der Kopfhaut verhindert. Hierfür das Arganöl scheitelweise in die Kopfhaut einmassieren, 15 bis 30 Minuten einwirken lassen und dann vorsichtig auswaschen.
- Apfelessig fördert ebenfalls gesundes Haarwachstum. Als Haarspülung Essig mit lauwarmem Wasser im Verhältnis 1:5 mischen, nach der Haarwäsche auf die Kopfhaut und ins Haar geben, 5 bis 10 Minuten einwirken lassen, dann mit kaltem, klaren Wasser ausspülen.
- Brennnessel ist reich an Vitalstoffen wie Eisen, Kalium, Kalzium und Vitamin E sowie den Vitaminen B1, B5, C und D, welche die Durchblutung der Kopfhaut anregen, geschädigte Haarwurzeln regenerieren und bis in die Haarspitzen rein pflanzlich wirken. Ihre positiven Wirkstoffe sind effektiv in Haarwassern oder Haarkuren nutzbar.
