Auf der Suche nach dem richtigen Frauen-TÜV

Alle Jahre wieder gehe ich zum TÜV.

Ich meine natürlich nicht mit meinem Auto, das ist ja nur alle zwei Jahre dran, sondern ich gehe zur Vorsorge beim Frauenarzt.

Writing a medical report

Dieser Termin steht jetzt wieder an und so wählte ich die Telefonnummer der Ärztin meines Vertrauens. Tja, und was musste ich mir anhören: „Es tut mir leid, aber Frau Doktor ist Anfang des Jahres in den Ruhestand gegangen.“ (Oh nein, nicht schon wieder ein Arzt meines Vertrauens weg!)

Vor acht Jahren ist mein LieblingsDoc in Ruhestand gegangen, und meine darauffolgende Odyssee war nicht sehr erbaulich.

Seine Nachfolgerin war nett, aber ich fühlte mich nicht aufgehoben. Es menschelte nicht, sondern ich spürte nur, dass sie ihre Arbeit machte. Also zur Nächsten. (Eine Freundin hatte sie mir empfohlen.)

Tolle moderne Praxis, nette Damen an der Anmeldung, keine langen Wartezeiten und die Ärztin schien auch ganz kompetent. Da ich langsam den Verdacht hegte, dass ich in die Wechseljahre kam, hatte ich einiges mit ihr zu besprechen. Ich war wieder einmal beim TÜV und wollte noch einige Fragen klären, als sie mir sagte: „Tut mir leid, aber Sie müssen sich einen neuen Termin holen, unsere 10 Minuten sind um.“

Mir fiel der Unterkiefer runter. Wir hatten noch keine Untersuchung gemacht, ich hatte keine befriedigenden Antworten und sie schmiss mich raus. In dieser Praxis war ich das erste und letzte Mal, aber wo kriegte ich einen neuen Arzt her?

Und dann fiel mir ein: Beate hatte mir im Studium Pro Familia empfohlen. So hatte ich auch meinen LieblingsDoc kennengelernt. Eine Frau, ein Telefonat. So kam ich zu meiner jetzigen Ärztin, oder eben nicht. Denn jetzt hat sie mich ja – wenn auch durch den verdienten Ruhestand – verlassen.

Ich brauche Vertrauen, Einfühlungsvermögen, das Gefühl, dass ich mit meinen Sorgen und Ängsten ernstgenommen werde. Dann ist es mir auch egal, wenn ich etwas warten muss und die Praxis nicht ganz den neuesten und modernsten ästhetischen Anforderungen entspricht. Wie sieht es bei Ihnen aus? Was haben Sie für Ansprüche? Sind Sie noch immer „auf der Suche“ nach „Ihrem“ Arzt oder „Ihrer“ Ärztin? Was macht für Sie einen guten Arzt aus?

Ich gehe jetzt trotz meiner Vorbehalte zur Nachfolgerin meiner Ärztin und hoffe, dass ich mich bald wieder so wohl fühlen kann wie bisher. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten und freue mich auf Ihre Antworten.

Ihre
Antonia☺

3 Kommentare zu: »Auf der Suche nach dem richtigen Frauen-TÜV«

  1. Hallo Antonia,
    genau wie in Ihrer Erzählung ging es mir auch. Habe auch eine richtige Odyssee von Frauenärzten hinter mir. Keiner wollte mir glauben dass ich mit 46 Jahren in den Wechseljahren bin. Als ich endlich einen Frauenarzt gefunden habe, der mir glaubte ging dieser nach 2 Jahren in den Ruhestand. Die Nachfolgerin wollte mir wieder nicht glauben, dass ich in den Wechseljahren bin und so beginnt jetzt meine Suche von vorne.
    Bis dahin
    Ihre Antje Erler

  2. Liebe Antje,
    das tut mir leid für Sie, aber rufen Sie doch mal in Ihrer Nähe bei Pro Familia an. Die wissen wirklich immer gute Ärzte.
    Meine „Neue“ hat sich übrigens als Glücksfall rausgestellt. Sie ist nicht nur einfühlsam, sondern auch noch jung. D.h. ich kann mit ihr durch meine Wechseljahre gehen.
    Viel Erfolg
    Ihre Antonia

  3. Ich bin vor eineinhalb Jahren umgezogen und musste mich darum auf die Suche nach neuen Ärzten machen. Der Hausarzt war im Gegensatz zum Frauenarzt ruckzuck gefunden, denn alle Frauenärzte sind voll und nehmen kaum noch neue Patientinnen. Nach ein paar akuten Fällen habe ich meine Frauenärztin gefunden, sie ist einfühlsam und nimmt sich viel Zeit, was mir persönlich wichtig ist.

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