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Glück kommt selten allein …

Schon mal gehört?
Richtig! Eckart von Hirschhausen.

Als ich vor einem Jahr, ziemlich gebeutelt von meinen Wechseljahren, mit depressiven Stimmungen kämpfte, war ich Stammkunde in der Buchhandlung:

  • Wie komme ich wieder aus meinem Tief raus?
  • Wie bekomme ich mein Lachen wieder? (Ich bin doch eigentlich ein lebensfroher Mensch.)
  • Wie kann ich wieder Freude in mein Leben bringen?

Es musste doch Bücher geben, die mir da helfen können! Und richtig, es gibt sehr viele Bücher zu diesem Thema:

„Das Geheimnis“, „Freu dich des Lebens“, „Einfach glücklich“, „Positives Denken“ usw. usw.

Hab ich alle gelesen!

Und glauben Sie mir, ich habe das, was die Autoren da schreiben, vom Kopf her alles verstanden. Habe auch versucht, alle Tipps umzusetzen, aber besser ging es mir trotzdem nicht.  Eher das Gegenteil: Warum wirkt es denn nicht bei mir? Was mache ich falsch? Ich habe mich so unter Druck gesetzt. Sieh es einfach positiv, lächle, dann wird alles gut. Ich habe so sehr an mir gezweifelt, was natürlich auch nicht sehr förderlich war, um aus der negativen Spirale herauszukommen.

Irgendwann habe ich mir dann gesagt, so, es geht mir heute so, wie es mir geht. Ich muss nicht lachen, wenn mir zum Weinen ist. Ich darf genervt oder sauer sein, ich muss nicht immer positiv drauf sein.  Ein schlechtes Gewissen hatte ich trotzdem noch ein bisschen, bei so vielen  Ratgebern muss doch was dran sein. Egal, ich versuch mein Leben zu leben.

Jetzt habe ich letztens gehört, dass es gar nicht so gesund ist, immer nur zu lächeln und immer gut drauf zu sein. Und glauben Sie mir, ich habe mich riesig gefreut und gelächelt. So einfach kann es gehen. Ich für mich habe erkannt, dass meine Authentizität (was für ein Wort!) das Wichtigste ist. Dann geht es mir gut, auch wenn es mir schlecht geht. Ich kann es dann aber für mich annehmen. Und das ist das Wichtigste.

Das Glück kommt eben nicht allein, ich möchte lieber sagen,  es gibt keinen Weg zum Glück. Das Glück ist der schöne, holprige Weg, auf dem wir gehen, stolpern, tanzen …

Also, los geht´s!

Lassen Sie es mich wissen, wie Sie so gehen, stolpern, tanzen …
Ich freu mich drauf.

Ihre Antonia

2 Kommentare zu: »Glück kommt selten allein …«
  1. diese ganzen Ratgeber könnte ich zur Zeit auch in die Ecke schmeißen. Dazu meine Freundinnen, die leider noch nicht in den Wechseljahren sind und mein „Leid“ damit nicht nachvollziehen können. Ich finde mich selber zum kotzen, bin ewig traurig, finde mich fett und unattraktiv und komme aus diesem Tief nicht mehr raus.
    Also Fazit: ich bin trotz aller Tanzversuche nur noch am stolpern…..

    1. Liebe Gabrielle,
      ich habe mich gefreut, dass Du uns Wechselweiber entdeckt hast. Ich habe damals (als es bei mir losging) nichts gefunden.
      Und schön, dass Du meinen Artikel kommentiert hast.
      Oh, ich kann Dich soooo gut verstehen. man fühlt sich doch ziemlich allein.
      Bist Du aber nicht. Wir sind unzählige, viele sagen und zeigen´s nur nicht. Nach einer Phase des Tanzens, stolpere ich gerade wieder, aber das ist dann jetzt auch ok. Ich weiß mittlerweile, es geht wieder vorüber. Ich such mir dann einfach ein paar kleine Freuden im Alltag und sage mir, Du bist heute so, also nimm es an und versteck es nicht.
      Ein Tipp am Schluß: Ich bin zu einem Heilpraktiker gegangen. Das war eine gute Entscheidung.
      Ich wünsch Dir alles Gute und meld Dich einfach, wenn Bedarf.
      Herzliche Grüße
      Carmen

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